Forschungsprojekt Blindenkurzschrift-Rückübersetzung 

  Home  
  Wegweiser  
  Braille  
  Daisy  
  Download  
  Kontakt  
  Datenschutz  
  Impressum  

  Inhalt  
  Index  
  Suche  

[RTFC Logo]

[Inhalt] Forschungsprojekt Blindenkurzschrift-Rückübersetzung   [Verzeichnis] Index

[Inhaltsverzeichnis]

4 Gesetzliche Grundlagen

Ausgehend von der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen entstanden in den letzten Jahren zunehmend Ländergesetze zur Gleichstellung blinder Menschen. Dies kommt auch der Blindenschrift als Informations- und Kommunikationsmedium zugute.

So sagt Artikel 2 der UN-Konvention:

"Im Sinne dieses Übereinkommens schließt 'Kommunikation' Sprachen, Textdarstellung, Brailleschrift, taktile Kommunikation … sowie ergänzende und alternative Formen, Mittel und Formate der Kommunikation, einschließlich leicht zugänglicher Informations- und Kommunikationstechnologie, ein"

Eine EU-Richtlinie aus dem Jahre 2001 hat die Blindenschrift in das Bewusstsein einer breiteren Bevölkerungsschicht gerückt: die auf dieser EU-Richtlinie basierende 12. Novelle des Arzneimittelgesetzes schreibt ab 2007 die Kennzeichnungspflicht in Blindenschrift auf Verpackungen von Medikamenten vor.

Immer häufiger sieht man Blindenschrift auch im öffentlichen Raum, in Aufzügen, auf Handläufen in Bahnhöfen und Flughäfen, auf Türschildern in öffentlichen Gebäuden usw.

Das deutsche Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) vom 27. April 2002 möchte eine Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen verhindern und für eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft sorgen und Menschen mit Behinderungen eine selbst bestimmte Lebensführung ermöglichen (§ 1 BGG).

Das Behindertengleichstellungsgesetz mündete in zwei für blinde Menschen bemerkenswerte Verordnungen:

1. Die "Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung" (BITV)
[Internet] http://www.bit.bund.de/nn_374986/BIT/DE/Beratung/Beratung__BGG/Rechtsgrundlagen/BITV.html

2. Die "Verordnung über barrierefreie Dokumente in der Bundesverwaltung" (VBD)
[Internet] http://www.bit.bund.de/nn_374978/BIT/DE/Beratung/Beratung__BGG/Rechtsgrundlagen/VBD.html

Letztere bildet die Rechtsgrundlage dafür, dass blinde Menschen einen Anspruch auf Dokumente in Blindenschrift innerhalb eines Verwaltungsverfahrens haben.

Die Forderungen des deutschen Blinden- und Sehbehindertenbundes gehen noch weit über das bisher Erreichte hinaus, was die sog. "Mainzer Erklärung" deutlich macht. Sie fordert ein noch weiter gehendes "Recht auf Braille":
[Internet] http://www.bsbh.org/index.php?id=315

In diesem Kontext wird deutlich, welche Bedeutung einer Blindenschrift-Rückübersetzung zugemessen werden kann, die bislang für nicht machbar gehalten wurde.

[<< Zurück] 3 Nutzen der Kurzschrift-Rückübersetzung

[Weiter >>] 5 Ziel des Projekts

Erstellt: 01.12.2010 18:00   Aktualisiert: 25.05.2018 06:00
Autor: Dipl.-Ing. (FH) W. Hubert
Copyright © 2018 Alle Rechte vorbehalten.